Die MINOTAUROS KOMPANIE wurde 1999 als sozialräumliches Theaterprojekt für Menschen mit geistigen, psychischen und körperlichen Besonderheiten von Olga Brandin gegründet. 2010 wandelte sich unser Freizeitangebot in ein professionelles Schauspielprojekt mit finanzierten Arbeitsplätzen. Seit 2015 gehören wir zur Elbe-Werkstätten GmbH.
Elbe Retörn Flyer - Elbe Werkstätten GmbH

Seit April 2015 unser neues Zuhause: Elbe ReTörn

In der Theaterarbeit der MINOTAUROS KOMPANIE eröffnen sich kreative, künstlerische Tätigkeitsräume. Wir sind ein Ensemble, in dem sich die unterschiedlichsten Voraussetzungen und Fähigkeiten zu einem gemeinsamen Schaffensprozess zusammenfinden.

An zentraler Stelle stehen: die ästhetische Qualität der Bühnenkunst und die Förderung und Weiterentwicklung der teilhabenden Individuen – in Bezug zu sich selbst und in gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen.

Die Teilnehmer können im Rahmen dieses Projektes auch das Ziel der Aufnahme einer beruflichen Perspektive in Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt und Ausbildung verfolgen. Die Teilnehmer werden von einer sozialpädagogischen Fachkraft begleitet.

 

 


 

Das sind die Ziele unserer Theater-Gruppe

 

Die Ziele der MINOTAUROS KOMPANIE sind:

    • …dass Menschen mit Handicaps dem Beruf des Schauspielers nachgehen können,
    • …dass sie über ein Schauspiel-Curriculum mit den Schwerpunkten Michael-Tschechow-Methodik, Tanz und Musik entsprechende Qualifikationen erwerben,
    • …dass die unter künstlerischen Gesichtspunkten erarbeiteten Inszenierungen öffentlich auf kleinen und großen Bühnen aufgeführt werden,
    • …dass wir gemeinsam die Schönheit anderer Wirklichkeiten entdecken und zeigen.

Unsere Ziele und die darauf aufbauende gemeinsame Arbeit sind besonders für Menschen relevant, die aufgrund ihrer oft subjektiv und objektiv negativ erfahrenen Andersartigkeit in unserer Gesellschaft nicht die Arbeitsmöglichkeiten vorfinden, die ihnen einen angemessenen Rahmen zur Entwicklung von eigenen und gesellschaftlich relevanten künstlerischen Qualifikationen und Beiträgen zum kulturellen Leben ermöglichen.

Parallel dazu eröffnet die Vielschichtigkeit und Ganzheitlichkeit des künstlerischen Prozesses die Möglichkeit, sich die Welt zu erschließen und eine Identität zu entwickeln.

Auch schwer psychisch erkrankte Menschen werden in den Aspekten ihres sozialen, emotionalen, kognitiven, körperlichen und des Fähigkeits-Selbst angesprochen und aktiv. Sie können einen Weg zurückfinden in das Sich-Selber-Wieder-Spüren und so von der Erkrankung verdrängte, gesunde Persönlichkeitsanteile wieder integrieren.

 

Wir wollen Inklusion sichtbar machen

 

Wir wollen durch die Themen der Inszenierungen zur Bewußtseinsbildung in der Gesellschaft beitragen und den Inklusionsgedanken durch konkrete künstlerische Arbeit wirkungsvoll sichtbar machen.

So zum Beispiel durch unsere Revue „Es ist zum Verrücktwerden – Über den Sinn im Wahn“  mit Comedy, Chansons und Travestie, die in offensiver und humorvoller Weise den oft fließenden Übergang zwischen „Normal“ und „Nichtnormal“ thematisiert. Diese Revue ist auch zu buchen.

Oder durch unser Musiktheaterstück “There’s something wrong with you – Inklusion für Anfänger und Fortgeschrittene”. Darin fragen wir: Was zum Teufel stimmt nicht mit mir, mit euch, mit uns? Und ziehen das Publikum mitten hinein in die Narreteien menschlichen Miteinanders.

In der Inszenierung „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht, mit der wir 2013 Premiere hatten, steht der Gedanke des menschlichen Versehrtsein im Mittelpunkt. Versehrtsein als Grundthema der menschlichen Existenz und nicht nur der Menschen mit psychischen, geistigen und körperlichen Besonderheiten.

Kooperationen mit Künstlern aus den Bereichen Musik, Kunst und Tanztheater und sozialräumliche Aktivitäten sind feste Größen in unserem Arbeitsalltag.

Unsere Netzwerkarbeit innerhalb und außerhalb Hamburgs betreiben wir mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, dazu gehören DIE AKTÖRE, das Theater Haus im Park, die Körber Stiftung, das Hamburger Sprechwerk, der Kirchentag Hamburg 2013, der Bundesverband Theaterpädagogik BUT und viele mehr.

Gemeinsam verfolgen wir dabei ein zentrales Anliegen:

Inklusion.