Jedes Mitglied der MINOTAUROS KOMPANIE wird mit all seinen individuellen Fähigkeiten in den Inszenierungsprozess einbezogen. Alle lernen das Schauspielhandwerk. Im Mittelpunkt steht die Michael-Tschechow-Methode: Sie führt über die Verkörperung seelischer Bilder und Vorgänge direkt in die szenische Gestaltung.
Unsere Schauspieler können im Rahmen ihrer Tätigkeit auch gezielt die Aufnahme einer beruflichen Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer Ausbildung verfolgen. Den Probenalltag begleitet eine psycho-soziale Fachkraft.

 

In der Schauspielerei positive Erfahrungsräume erobern

 

Die Schauspielerei in der MINOTAUROS KOMPANIE eröffnet positive Erfahrungsräume durch Tanztheater, Pantomime, Rhythmik, Sprachgestaltung, Wahrnehmungs- und Impulsarbeit:

  • Wir beziehen die heilende, integrative und ganzheitliche Wirkung des kreativen Tuns in die Probenarbeit ein.
  • Über die Mittel des Theatermachens lernen wir, uns auszubalancieren, andere gesunde seelische Räume zu erfahren und sie wieder zu reaktivieren und zu integrieren. Räume, die aufgrund einer Erkrankung nicht mehr spürbar waren.
  • Auf diesem Wege bringen wir selbstheilende Kräfte wieder in Gang – und erweitern den Erlebnisraum, der krankheitsbedingt reduziert war.
  • Dabei helfen uns Yoga, Achtsamkeitsübungen, Impuls- und Wahrnehmungsarbeit.

 

Und hier ein paar Eindrücke aus einem Arbeitstag als Schauspieler in der MINOTAUROS KOMPANIE:

 


 
Was steht auf dem Arbeitsplan eines MINOTAUROS-Schauspielers?

Unser Curriculum lässt sich in die vier folgenden Abschnitte unterteilen:

1. Schauspielerei schwerpunktmäßig nach Michael Tschechow

 

  • Imagination
  • Verkörperung
  • Figurenarbeit
  • Ensemblearbeit
  • Orientierung in Raum- und Zeitstrukturen

 

2. Szenische Gestaltung

 

A. Sprachliche Kompetenz

  • Atemtechniken für Stimmöffnung,
  • Körpervibration
  • Sprechübungen zu Sprachmelodie, Betonung, Einsetzen von Atmung und Pausen mittels verschiedener Texte

B. Atemvolumen fördern

  • Artikulation/Modulation/Stimmfärbungen, wie laut, leise, offen, gedeckt, direkt, erzählerisch
  • Sprechübungen zu Sprachmelodie, Betonung, Einsetzen von Atmung und Pausen mittels verschiedener Texte

 

3. Körpersprachlicher Ausdruck unter Einbeziehung von Techniken aus dem Tanztheater

 

A. Primäre Sinneswahrnehmung als Voraussetzung für ästhetische Wahrnehmung

  • Bewusste Körpererfahrung
  • psychomotorische Förderung
  • Entspannungstechniken
  • Entdeckung und Erweiterung des eigenen Bewegungspotenzials
  • Weiterentwicklung von Körper- und Bewegungsphantasien
  • Erforschung neuer Bewegungen
  • Erweiterung der Beweglichkeit, Durchlässigkeit, Impulsarbeit
  • Achtsamkeitsübungen

B. Meditative Übungen, wie Yoga, Jakobsen

  • Teilkörperliche und ganzkörperliche Bewegungsübungen auf verschiedenen Raumebenen
  • Koordination der Körperteile durch Bewegung und Rhythmus
  • Experimentieren mit ver- schiedenen Bewegungsqualitäten wie Spannung, Entspannung, Staccato, Legato, Impuls, Impact,

 

4. Musik, Tanz und Gesang

 

  • Gehörtraining, Intonation
  • Erweiterung des Stimmumfangs
  • Vergrößerung des Stimmvolumens
  • Liedarbeit
  • Verbindung von Gesang und Schauspiel (Korrepetition)
  • Lockerungsübungen zur Vorbereitung
  • Übungen zur Verbindung von Stimme und Körper
  • Einstudieren von Lieder, Chansons als Solo oder im Chor für unsere Revue
  • Lieder choreographisch und gestisch in Szene setzen