Theater und Inklusion in der MINOTAUROS KOMPANIE bedeutet: über das Medium Theater der künstlerischen Tätigkeit eines Schauspielers nachzugehen. Mit einem kontinuierlich wachsenden Selbstverständnis. Und mit dem Ziel, sich immer mehr aus der sogenannten „Behindertennische“ heraus zu integrieren. Hinein ins gesellschaftliche, kulturelle Leben.

  • Inklusion bedeutet für uns Vielfalt und Zugehörigkeit im Anderssein.
  • Inklusion bedeutet, allen Menschen das gleiche Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zuzusichern.
  • Inklusion im besten Sinn ist Prozess und Ziel im Denken, Verhalten und Handeln eines jeden Individuums – und auf gesellschaftlicher Ebene.

 

Unsere Vielfalt – eine kunterbunte Truppe macht Theater und Inklusion

 

Theater und Inklusion – das beginnt bei uns mit der Vielfalt im Ensemble. Die MINOTAUROS KOMPANIE besteht aus:

  • Menschen aller Altersstufen von 19 bis 60 Jahren,
  • Menschen mit unterschiedlichen psychischen, körperlichen und geistigen Besonderheiten,
  • internen und externen SchauspielerInnen,
  • ehrenamtlichen MitarbeiterInnen,
  • Honorarkräften für Fotografie, Dokumentation, Bühne und Kostüm,
  • künstlerischen MitarbeiterInnen in den Bereichen Tanztheater, Musik, Sprachgestaltung.

 

Unser Netzwerk – Stiftungen, Institutionen, Arbeitskreise, Verbände und Theater

 

Weitere Aspekte unseres inklusiven Prozesses sind sozial-räumliche Aktivitäten und Netzwerkarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern:

  • Lichtwarkausschuss und Körber-Stiftung,
  • Tschechow-Arbeitskreis Theater und Therapie,
  • EUCREA – Verband Kunst und Behinderung e.V.,
  • Aktöre – ein Arbeitskreis bestehend aus verschiedenen sozialen Trägern, einer Krankenkasse, Rentenversicherungsanstalt, Künstlergruppen, dem Begegnungszentrum Theater Haus im Park, KulturA, Bundesverband Theaterpädagogik, Hamburger Sprechwerk, Kirchentag.

 

Unsere Inszenierungen – wir spielen Theater, das Inklusion sichtbar macht

 

Wir wollen durch die Inhalte und Themen der Inszenierungen, die uns beschäftigen, die eigene Identität als Gesamtpersönlichkeit stärken. Mit Theatermachen und mit Theaterstücken wollen wir zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft beitragen.

So macht die MINOTAUROS KOMPANIE den Inklusionsgedanken sichtbar. Jedes Jahr ein bisschen wirkungsvoller, hoffen wir.

Ein Beispiel ist unsere Revue à la Carte „Es ist zum Verrücktwerden – Über den Sinn im Wahn“ mit Comedy, Chansons und Travestie. Sie thematisiert in offensiver und humorvoller Weise den oft fließenden Übergang zwischen „Normal“ und „Nichtnormal“.

Ein weiteres Beispiel ist unsere aktuelle Inszenierung, die den Gedanken des menschlichen Versehrtseins in den Mittelpunkt stellt: „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht, mit der wir am 6.4.2013 im Theater Haus im Park Premiere hatten und die wir auch am 4. Mai auf dem Kirchentag im Thalia Theater in Hamburg aufführten.

Die intensiven inhaltlichen Prozesse rund um eine Inszenierung führen immer wieder zu der Erfahrung, dass diese anscheinend besonderen Themen keine besonderen sind, sondern inklusive, sprich in Szene gesetzte Situationen und Geschichten, die uns alle gleich angehen.